Das die Flytour einige nicht ganz zu vernachlässigende Lackschäden im Decksbereich hatte, war mir schon beim Betrachten der wirklich niedrigauflösenden Bilder der Maarktplaatsanzeige klar geworden. Das sah aber nicht weiter schlimm aus und bei der Probefahrt konnte ich mich schon davon überzeugen, dass das Holz offensichtlich noch nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Also habe ich den Winter dazu genutzt um das Deck zumindest wieder wasserdicht zu bekommen. Eine grundlegende Lackierung hat jetzt wohl noch zwei Winter Zeit.

Als Erstes (und das war, glaube ich, die erste substanzielle Arbeit am Boot) habe ich also mittels Stechbeitel die betreffenden Stellen sich ablösenden Lacks entfernt. Man glaubt gar nicht wie der Bootslack absplittert, sobald die Verbindung zum Holz durch Wassereintritt verloren geht. Das platzte nur so ab… Betroffen sind beide Seiten des Hecks, beidseitig der Bereich der Wanten und beidseitig das Ende des Vorschiffs.

Die üblichen Verdächtigen, da sich dort das Wasser sammelt. Nachdem das alles runter war habe ich die Stellen grob angeschliffen und mehrmals (6-8 mal) mit Klarlack gestrichen. Die einzige Stelle die wirklich schlimm war, war die steuerbordseitige Querleiste am Übergang vom Vorschiff zum Cockpit. Diese hob sich schon ab und wäre wohl in der nächsten Saison deutlich gequollen. Deshalb wurde diese Leiste demontiert, die Kontaktfläche grundlegend abgeschliffen, wieder montiert, lackiert und mit Sikaflex versiegelt. Der Symetrie wegen habe ich dann die andere Seite auch gleich mit Sika abgedichtet.

In diesem Zusammenhang wurde auch gleich noch zweimal über die gesamte Scheuerleiste gestrichen und diese zum Rumpf hin mit Sikaflex 291i abgedichtet.

Das Streichen selber habe ich immer nach dem Mast (und später auch Gaffel/Baum streichen erledigt). Ein typischer Arbeitstag sah also so aus: Mast anschleifen, Gaffel/Baum anschleifen, Decksschäden anschleifen, Mast ölen, Gaffel und Baum streichen, Decksschäden streichen. Zack 3 Stunden rum, noch bisken aufräumen und wieder nach Hause, wird ja auch schon wieder dunkel. Das Ganze eben ca. 10 mal, nebenbei noch ’n paar Kleinigkeiten anschrauben, abschrauben oder einfach nur nachdenken was sonst noch so anzufassen wäre. Ja nicht aufs Unterwasserschiff schauen…

Am Ende war’s dann zwar nicht neuwertig, aber zumindest wieder wasserdicht und belastbar.

Á propos belastbar: die Klampen wackelten ganz schön, hier waren die jeweils zwei Schrauben durch das Sperrholzdeck schon ganz schön ausgeschlagen. Deshalb entfernte ich alle Klampen vor der ersten Saison, spritzte ein Epoxy-Sägespäne-Gemisch in die Anschraublöcher im Deck, ließ das ordentlich trocknen und schraubte die alten Klampen wieder an. Die sehen zwar nicht besonders schick aus, aber die 80 € für Messingklampen spare ich mir derzeit noch auf.

 

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