Motorhalterung erneuern

Der aus Sperrholz bestehende Motorhalterungsspiegel der 11&30st war total rott, deshalb wurde da vor der ersten Segelsaison noch dran rumgedoktort. Der Ausgangszustand sah so aus:

Spiegel-0
Links: Ausgangszustand, Rechts: Entfernen des total rotten Materials

Als erstes den Kippmechanismus aus Edelstahl entfernt und das rotte Material soweit wie nötig abgetragen. Da der Spiegel wohl am Boot verklebt ist konnte ich ihn nicht ohne Weiteres komplett entfernen und habe mich dann zum einkleiden in ein Leichenkleid entschieden (mit Glasgewebe und Epoxydharz einlaminieren). Es wurde erstmal geschliffen um eine halbwegs glatte und saubere Oberfläche zu erhalten, dann die Rumpfschale abgeklebt um Anhaften des Epoxydharzes zu verhindern. Danach zwei Lagen Glasgewebe mit Standardepoxy drüber. Siehe hier:Spiegel-1

Das baut ca. 1 mm auf und sollte ausreichend stabil sein. Im Folgenden wurde mit dem Dremel das überschüssige Laminat Richtung Rumpf abgetrennt und nochmal geschliffen und mit Polyesterspachtel überspachtelt:Spiegel-2

Der ganze Teil wurde sorgfältig mit Sika abgedichtet, damit kein Wasser in den Spalt fließen kann.

Weiterhin musste natürlich noch die andere Seite der Aufhängung, an der dann der Motor angehängt wird, erneuert werden. Dieses Teil wurde aus dem 40 mm starken Sperrholz, was Jeen mir bei Übergabe des Trailers in den Kofferraum geworfen hatte, angefertigt.

Der bootsseitige Spiegel wurde noch einmal gespachtelt, schwarz gestrichen und mit Sikaflex zum Rumpf hin abgedichtet. Das Ergebnis sieht jetzt so aus:

DSC_0116_res

Heckschaden beheben

Wie bei der ersten Bestandsaufnahme festgehalten ist an der Backbordseite hinten ein notdürftig überlaminierter Schaden in der Rumpfschale. Darüber war die Scheuerleiste komplett rott. Also habe mich dazu entschlossen diese Stelle mit Epoxyd-Holzspänemischung zu flicken. Dazu wurde das rotte Material mit dem Stechbeitel entfernt und unter die noch bestehende Scheuerleiste ein kleines Kantholz fixiert. Dieses diente als notdürftige Form für das Epoxyharz.Heckschaden1Fertig sieht die Ecke jetzt so aus:Heckschaden2

Sitzbank anfertigen:

Die neue Sitzbank sollte unbedingt aus Holz sein, der Optik wegen. Da man die doch regelmäßig bewegt sollte sie trotzdem leicht sein. Ich entschied mich für Paulowniaholz (Glockenbaum), das sehr leicht ist und eine ordentliche Biegesteifigkeit hat, allerdings sehr druckempfindlich ist. Diese Druckempfindlichkeit sollte durch die Beklebung der Sitzfläche mit einem Tufnol-Blech entschärft werden. Zuerst wurden zwei 18 mm starke Bretter zugeschnitten und miteinander verleimt.

IMG_2962_res

Anschließend wurden im Bereich der Auflagen noch zwei Brettchen untergeleimt, um eine ausreichende Sitzhöhe und einen Hinterschnitt, der das seitliche Verrutschen verhindert, realisiert. Danach fünf mal mit Leinöl gestrichen und das Tufnolblech mit Sika aufgeklebt. Fertig.

Sitzt sich zwar etwas hart, aber im Bedarfsfall kann man immer noch ein Sitzkissen unterlegen.

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