Vor der Segelsaison 2017 fasse ich, weils mich selber interessiert, mal den geschätzten Arbeitsaufwand für das bisherige Refit zusammen. Alles in allem war ich ca. 14-17 mal für einige Stunden am Boot, 5 mal davon für länger als 8 Stunden. Dabei wurden hauptsächlich die Mast, Mastfuß, Baum- und Gaffelinstandsetzungen durchgeführt. Mit den Arbeiten die ich zu Hause durchgeführt habe (die Bloggerei und Materialbestellung/den Konsumwahn ausgenommen, also vor allem Sitzbankbau, Pinnenrefit, Spleißen der Wanten, Montagearbeiten…) würde ich den Umfang auf ca. 100 h schätzen. Klingt erstmal gar nicht so viel, lief ja aber auch nebenher, neben Vollzeitjob und Familienpflichten. Was wurde in dieser Zeit fertig gemacht? Liste:

  • Mast komplett abgezogen und neu aufgebaut (Öl und Anbauteile)
  • Decksschäden freigelegt und neue Lackschicht der Originaldicke aufgebaut
  • Scheuerleiste 2 x gestrichen und mit Sikaflex abgedichtet, Innenleistenschaden backbord geflickt
  • Alle Wanten, Fallen, Schoten erneuert
  • Neue Cockpitklampen gesetzt, die alten Mastklampen entfernt, alte Decksklampen wieder befestigt und versiegelt
  • Motorhalterung erneuert
  • Trailerkeile am Trailer befestigt,

Noch ’ne Liste des Konsumwahns (mit Sicherheit unvollständig):

  • Handpeilkompass, Rettungswesten Kinder 2 x, Erwachsene 1x
  • 30 m Dyneema-Wanten, 50 m diverse Fallen, 10 m Großschot, 20 m Ankerleine, 30 m Allroundleine, 25 m Festmacherleine
  • 3 kleine und 1 mittelgroßer Fender, 1 Bugfender, Galleonsfigur-Batman-Ente
  • 6 Schäkel, 2 Curryklemmen, 4 Blöcke, insgesamt 500 Teile Edelstahlschrauben, Muttern, Unterlegscheiben, 3 Tuben Sikaflex, 10 Tenaxknöpfe
  • 5 Messingklampen, 4 Decksaugen Messing, Messing-Aschenbecher
  • Verklicker, Windfäden, Treibanker, Ankerball
  • 2 Staukisten 70 L und 4 Staukisten 22 L
  • 1 Dinghi, 1 Actioncam
  • Hartgewebeplatten 1mm und 6 mm
  • 1 l Le Tonkinois Bootsöl, 1 l Balsamterpentinöl, 3 Pinsel
  • Außerdem noch 4 Spanngurte, 2 Packungen Holzleim, Schleifpapier und Schleifpads, 1 Dremel-Rotationstool, 1 Akkuschrauber, 1 Japansäge

Insgesamt kann festgehalten werden, dass der ganze Zubehörkram bisher schon deutlich teurer war als das Boot an sich. Aber gut, auch der Trailer kostete das 3fache des Bootes…

Dazu kann man nur den Bäcker zitieren: „Segeln is ’n tolles Hobby. Es fühlt sich an wie mit einem nassen Hund in einem dunklen, nassen Schrank zu sitzen und 50 €-Scheine zu verbrennen.“ Da die Flytour ja eher ein Daysailer ist, trifft das mit dem nassen Schrank und dem Hund für mich nicht wirklich zu, den Punkt mit den Scheinen kann ich aber unterzeichnen!

Im nächsten Winter kommt der größte Batzen, die komplette Überarbeitung des Unterwasserschiffs. Das werde ich beauftragen, selber machen ist keine Option.

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