Nach etwas mehr als zwei Wochen am Hainer See, in denen die Jungfernfahrt stattfand, der Bäcker zweimal Flaute geschoben hat und ich mit der ganzen Familie plus Bruder und Schwägerin ansegeln war, ging’s nun auch für die 11&30st wieder zurück in die Scheune. Mehrmaliges Umplanen führte zum Pfingsmontag als Rückholtermin, der Bäcker war wieder mit von der Partie, ich sammelte Ihn in Sachsens Hauptstadt ein und wir stellten uns in den Rückreisestau Richtung Leipzig. Ziemlicher Zeitdruck seiner Frau führte zu weiterer Unausgeglichenheit meinerseits, es sollte auch noch Gewittern an diesem Nachmittag.

Leider gibts kein Video vom Ausslippen, wegen des einsetzenden Regens und der ungeduldigen Frau des Bäckers war soviel Zeit nicht mehr drin.

Wir segel-padelten also erstmal zurück zur Slippanlage, die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Leider war der Transponder schon abgeschaltet, der Bäcker bequatschte einen sächsischen Segler am Liegeplatz und dieser machte uns das Tor auf. Dann mit Vollgas die Rampe hoch, 2 Sekunden durchdrehende Reifen, dann war das Boot wieder in der Vertikalen. Das passt also mit dem Slipptrailer! Super Jeen!

Im einsetzenden Regen machten wir schnell noch die Spanngurte fest, wobei der Bäcker die Pinne per Tau an einer Heckklampe arretierte, anstatt das Ruderblatt direkt am Trailer zu fixieren. Fataler Fehler wie sich später herausstellen sollte, leider habe ich das auch nicht mehr korrigiert, im strömenden Regen war mir das dann auch egal. Auf dem Weg nach Dresden hielt ich zweimal an Tankstellen an um das Boot mal unter ein Dach zu bekommen, es schüttete wirklich wie aus Eimern und bis dahin hatte die elf en dertigst leider noch kein Verdeck für den Trailertransport. Gegen 19 Uhr war ich dann nach 1,5 h Fahrt durch Gewitter und Regenfronten vor der Scheune und entschied mich dazu von oben reinzufahren. Ich dachte die Wiese könnte nass und glatt sein, so dass ich die Steigung von unten nicht schaffen würde. Irrglaube, hier war es Furztrocken! Egal, also von oben an die Scheune ran, irgendwann muss man aber vom „Weg“ runter und drehen, um rückwärts in die Scheune zu stoßen. Hierbei setzte der Trailer dummerweise auf einer Böschung auf, das Ruderblatt grub sich in den Dreck und da die Pinne am Deck fixiert war, brach sie. Besser gesagt der Pinnenbeschlag.

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Gebrochener Pinnenbeschlag

Schöne Scheiße! Nach kurzem Zurücksetzen und Einparken habe ich dann noch 40 Minuten lang 70 Liter Wasser aus der Bilge geschöpft, dann nach Hause, leicht angenervt.

Die Liste für die kommenden Wochen sieht jetzt wie folgt aus:

  • Neue Pinne anfertigen
  • Neuen Pinnenbeschlag organisieren
  • Pinnenzeugs wechseln
  • Persenning für Trailertransport anfertigen und montieren
  • Mastfuß innen mit Elastomermatte bekleben (Scheuerschutz)
  • Motorhalterung fertig machen und anbringen
  • Verklicker montieren

Ganz schön viel Arbeit, spätestens wenn die Frauen bei Omi sind, hab‘ ich genug Zeit den Stau anzugehen.

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